12.03.2021
09:00 - 16:30 Uhr / Spital Aarau

Fachtagung "Sexualisierte Gewalt - von der Tat bis zur Verurteilung"

Interdisziplinäre Vorgehensweise in der Therapie, Opferschutz, Forensik und Strafverfolgung

Betroffene, die sexualisierte Gewalt erleben, erleiden nach dem Delikt oft Traumafolgestörungen. 
An der Tagung werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu psychischen Prozessen während traumatischen Erfahrungen aufgezeigt und welche Bedeutung diese Reaktionen für die psychologische erste Hilfe, die polizeilich-juristische Aufarbeitung, die anwaltschaftliche und beraterische Begleitung sowie eine spätere Traumatherapie haben. Zudem sollen anhand eines konkreten Fallbeispiels Standards der Vorgehensweise in Polizei, Justiz, Forensik, Medizin, Anwaltschaft, Beratung und Psychotherapie aufgezeigt und diskutiert werden. Daraus abgeleitet wird gezeigt, wie die verschiedenen Berufsgruppen optimal zusammenarbeiten, um einerseits Opfern zu helfen und andererseits Straftaten zu ahnden, ohne falsche Verurteilungen zu generieren. In dieser einmaligen interdisziplinären Fachtagung kommen verschiedene Berufsgruppen und Perspektiven zu Wort und zeigen Wege, um Opfer besser zu schützen und zu therapieren und um Täter vor Gericht zu bringen.

Zielgruppe:

Fachpersonen aus den Bereichen Psychiatrie, Psychologie, Seelsorge, Sozialdienste, Notfalldienste, 
KESB, Opferberatungsstellen, Strafverfolgungsbehörden

Referentinnen und Referenten:

Dr. med. Patrick Laberke, Fachartz für Rechtsmedizin (Leiter Abt. Forensische Medizin am Institut für Rechtsmedizin Kt. Aargau)
Susanne Nielen Gangwisch, Dipl. Sozialarbeiterin FH (Leiterin Beratungsstelle Opferhilfe Aargau Solothurn)
Dr.med. Jan Gysi, Facharzt für Psychiatrie & Pyschotherapie FMH (Spezialgebiet Traumatherapie)
Jennifer Halter (Staatanwältin Kt. Aargau)
Dr. iur. Peter Rüegger (Geschädigten- und Opferberatung)