23.10.2019
13:30 - 17:30 Uhr / Bern

Forensik und Beweismittelsicherung 

Was ich wissen muss!

Die Untersuchung von Gewaltopfern stellt eine für alle Beteiligten emotional sehr belastende und schwierige Situation dar, die jedoch wesentliche Voraussetzung für die spätere Strafverfolgung ist.  

Ohne eine gerichtsverwertbare Verletzungsdokumentation und Spurensicherung, die möglichst zeitnah und fallbezogen erfolgen muss, fehlen objektive Beweise für das Vorliegen einer Straftat. In einem Prozess, der sich dann lediglich auf subjektive Angaben und Indizien abstützen kann, ist es für Gewaltopfer im Nachhinein oft schwierig und erneut traumatisierend, das erlit-tene Unrecht glaubhaft geltend zu machen

Die Untersuchung von Opfern nach interpersoneller und sexueller Gewalt ist ein Schwerpunkt der rechtsmedizinischen Begutachtungstätigkeit und setzt entsprechende Fachkenntnisse vo-raus. Ziel ist es, in einem professionellen Setting für das Opfer, die Grundlage für alle weiter-führenden strafrechtlichen Schritte zu legen. Welche Massnahmen können von Opfern und Anlaufstellen selbst getroffen werden? Wann und warum ist der Beizug von Spezialisten sinnvoll? Muss in jedem Fall sofort eine Anzeige erfolgen?

Die Referenten Dr. med. Patrick Laberke, Facharzt für Rechtsmedizin, 
Abteilungsleiter Forensische Medizin im Institut für Rechtsmedizin Aarau 
und Dr. iur. Peter Rüegger, Rechtsberater Geschädigten- und 
Opferberatung, werden uns durch dieses sehr spannende Thema führen.